Fraport-Hauptversammlung: Aktionäre erhalten Dividende von 2,00 Euro je Aktie

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Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Fraport AG stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre dem Dividendenvorschlag von 2,00 Euro je Aktie zu. Die Zustimmung lag bei 99,97 Prozent. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 stieg somit um 50 Cent beziehungsweise ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr.

Die Anteilseigner entlasteten den Vorstand (99,50 Prozent Zustimmung) und den Aufsichtsrat (94,73 Prozent Zustimmung) für das Geschäftsjahr 2018. Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Schulte über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet und die Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre beantwortet.

Zur diesjährigen Hauptversammlung begrüßte die Fraport AG insgesamt 1.031 Aktionärinnen und Aktionäre. Es waren 88,37 Prozent des Grundkapitals vertreten. Der Aufsichtsratsvorsitzende Karlheinz Weimar eröffnete die Versammlung in der Jahrhunderthalle Frankfurt-Höchst um 10 Uhr und schloss sie um 15:08 Uhr.

Weitere Infos zur Hauptversammlung:
Auf der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der Fraport AG zieht
Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte eine positive Bilanz: „Wir
blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Gestützt vom
starken Passagierwachstum in Frankfurt und an den internationalen
Standorten haben wir neue Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis
erreicht. Gleichzeitig schaffen wir mit umfassenden Investitionen vor
allem in Frankfurt, Griechenland, Brasilien und Peru die Basis für
weiteres, langfristiges Wachstum.“

Der Konzern-Umsatz legte um 18,5 Prozent auf knapp 3,5 Milliarden
Euro zu. Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit
Ausbauinvestitionen in den internationalen Konzern-Gesellschaften
standen (nach IFRIC 12), erhöhte sich der Umsatz um 7,8 Prozent auf
über 3,1 Milliarden Euro. Das EBITDA stieg um 12,5 Prozent auf über
1,1 Milliarden Euro. Das Konzern-Ergebnis legte um 40,6 Prozent auf
rund 506 Millionen Euro zu. Hierin enthalten ist ein Ergebnis-Beitrag
aus dem Verkauf der Anteile an der Flughafen Hannover-Langenhagen
GmbH in Höhe von 75,9 Millionen Euro.

Internationales Geschäft leistet wichtigen Ergebnis-Beitrag

Mit einem Anteil von 36 Prozent leistete das Segment „International
Activities & Services“ erstmals den größten EBITDA-Beitrag unter den
vier Geschäftsbereichen (bereinigt um Erlöse aus dem Anteilsverkauf
an der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH). Das Passagieraufkommen
hat an fast allen Beteiligungsflughäfen neue Rekordmarken erzielt.

Schulte: „Unsere Strategie, das internationale Geschäft auszubauen,
trägt Früchte. Diesen Weg gehen wir weiter. Wir nutzen Wachstums- und
Ertragschancen weltweit und stellen unseren Konzern noch breiter und
stabiler auf.“

Allein an den 14 griechischen Regionalflughäfen sind derzeit fünf
neue Terminals im Bau. In Brasilien wird ein Großteil der
Erweiterungsprojekte an den beiden Flughäfen noch in diesem Jahr
abgeschlossen. In Peru soll der Bau der zweiten Start- und Landebahn
in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Im kommenden Jahr folgt dann
der Baustart für das neue Terminal.

FRA: Wichtiger Meilenstein bei Terminal 3 erreicht

Auch am Heimatstandort Frankfurt verläuft der Ausbau nach Plan. Mit
der Grundsteinlegung von Terminal 3 hat Fraport einen wichtigen
Meilenstein erreicht. Dieser Ausbau ist dringend notwendig – im
vergangenen Jahr wurden am Flughafen Frankfurt mit über 69,5
Millionen Passagieren so viele Fluggäste gezählt wie nie zuvor. Eine
erste deutliche Entlastung der Terminalkapazitäten in Frankfurt wird
der vorgezogene Flugsteig G bringen. Dieser soll im Jahr 2021 mit
einer Kapazität von vier bis fünf Millionen Fluggästen fertiggestellt
werden. Bei den an Spitzentagen stark ausgelasteten
Sicherheitskontrollen wird der Anbau am Terminal 1, Bereich A, ab
Mitte Juli eine deutliche Entlastung bringen. Dort schafft Fraport
Platz für sieben zusätzliche Kontrollspuren in einer neuen,
effizienteren Konfiguration. Zudem setzt das Unternehmen den
Personalaufbau fort. So sind im laufenden Jahr rund 2.300
Neueinstellungen geplant, nachdem 2018 bereits rund 3.000
Beschäftigte neu eingestellt wurden.

Nach einem für die gesamte Luftfahrtbranche herausfordernden Jahr
2018 hat der Flughafen Frankfurt mit der Osterreisewelle die erste
Belastungsprobe des laufenden Jahres gut gemeistert. Schulte: „Einige
der Maßnahmen, mit denen die beteiligten Partner die Pünktlichkeit
und Zuverlässigkeit im Luftverkehr wieder steigern möchten, greifen
bereits. Notwendig bleibt jedoch die effizientere Organisation des
stark ausgelasteten Luftraums.“

Ausblick für 2019 bestätigt

Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert Fraport weiterhin Wachstum
über das gesamte Portfolio. Für Frankfurt wird ein Anstieg des
Passagieraufkommens zwischen etwa zwei und etwa drei Prozent
erwartet, also ein deutlich moderateres Wachstum als noch in den
beiden vergangenen Jahren. Mit Blick auf den Konzern-Umsatz erwartet
Fraport einen Anstieg auf bis zu etwa 3,2 Milliarden Euro (bereinigt
um Effekte aus IFRIC 12). Das Konzern-EBITDA wird trotz der
wegfallenden Erlöse aus dem Verkauf der Hannover-Anteile auf einem
Niveau zwischen etwa 1.160 Millionen und circa 1.195 Millionen Euro
erwartet. Die Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16, der
die Bilanzierung von Leasingverhältnissen neu regelt, führt neben
einem positiven Beitrag zum Konzern-EBITDA zu deutlich steigenden
Abschreibungen im Geschäftsjahr 2019. Deshalb erwartet Fraport das
Konzern-EBIT in der Bandbreite zwischen circa 685 Millionen und rund
725 Millionen Euro. Das Konzern-Ergebnis wird zwischen rund 420
Millionen und rund 460 Millionen Euro erwartet. Die Dividende je
Aktie soll für das Geschäftsjahr 2019 auf dem angehobenen Niveau von
zwei Euro stabil gehalten werden.

Quelle: Fraport

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